Das Problem: ein Portal, 17 Zielgruppen
EventButler richtet sich an Eventplaner in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Italien und Australien. In der Schweiz allein in vier Sprachen. Eine Location in Zürich soll für eine Planerin aus Lausanne auf Französisch erscheinen, für einen Planer aus München auf Deutsch – aber mit Euro-Hinweis und deutscher Anfahrt.
Ohne saubere Verknüpfung passiert das Gegenteil: Google zeigt der Planerin aus Lausanne die deutsche Seite, oder wertet die Sprachversionen als Duplikate ab.
Die Struktur: zwei Domains, ein Datenbestand
Wir haben uns für zwei Domains entschieden: .ch für die Schweiz, .com für alle anderen Märkte. Beide greifen auf denselben Datenbestand zu.
| URL | hreflang | Zielgruppe |
|---|---|---|
| eventbutler.ch | de-CH |
Schweiz, Deutsch |
| eventbutler.ch/fr | fr-CH |
Schweiz, Französisch |
| eventbutler.ch/it | it-CH |
Schweiz, Italienisch |
| eventbutler.ch/en | en-CH |
Schweiz, Englisch |
| eventbutler.com/de | de-DE |
Deutschland |
| eventbutler.com/at | de-AT |
Österreich |
| eventbutler.com/it | it-IT |
Italien |
| eventbutler.com/au | en-AU |
Australien |
Die Umsetzung im Code
Jede Seite gibt im Kopf die vollständige Liste aller Varianten aus. Wichtig: Die Liste ist auf allen Varianten identisch, und jede Variante verweist auch auf sich selbst.
<link rel="alternate" hreflang="de-CH" href="https://eventbutler.ch/location/zuerich-kunsthaus" />
<link rel="alternate" hreflang="fr-CH" href="https://eventbutler.ch/fr/location/zuerich-kunsthaus" />
<link rel="alternate" hreflang="de-DE" href="https://eventbutler.com/de/location/zuerich-kunsthaus" />
<!-- … 14 weitere … -->
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://eventbutler.com/location/zuerich-kunsthaus" />
In Next.js erzeugen wir diese Liste zentral aus der Markt-Konfiguration, damit keine Seite eine Variante vergisst.

Drei Fehler, die wir vermieden haben
- Fehlende Rückverweise. Verweist A auf B, aber B nicht auf A, ignoriert Google beide Angaben.
- Automatische Weiterleitung nach IP. Sie sperrt den Googlebot, der meist aus den USA crawlt, aus allen anderen Märkten aus.
- Canonical auf die Hauptsprache. Damit erklärt man alle anderen Sprachen zu Duplikaten – das Gegenteil von dem, was man will.
«Mehrsprachigkeit ist kein Übersetzungsprojekt. Es ist eine Frage der Architektur.»
Sebastian Utz
Warum das auch für KI-Antworten zählt
KI-Systeme wie ChatGPT oder Perplexity zitieren Quellen, die sie eindeutig einer Sprache und einem Ort zuordnen können. Saubere hreflang-Angaben und strukturierte Daten je Markt machen genau das möglich: Die Antwort auf «Eventlocation in Lausanne» verweist dann auf die französische Schweizer Seite – nicht auf die deutsche.
Häufige Fragen
Nur, wenn Sie mehrere deutschsprachige Märkte getrennt bedienen – etwa Schweiz und Deutschland mit unterschiedlichen Preisen oder Inhalten. Sonst nicht.
Die Seite, die Suchmaschinen zeigen, wenn keine Sprach-Markt-Kombination passt. Bei EventButler ist das die englische Startseite auf .com.
Nein. Google erkennt reine Übersetzungsdubletten. Jede Kombination braucht eigene Titel, Beschreibungen und – wo sinnvoll – eigene Inhalte.
Erfahrungsgemäss einige Wochen. Die Search Console zeigt Fehler in der hreflang-Verknüpfung, lange bevor sich Rankings bewegen.



